Flüchtlinge – Zahlen, Fakten, Unterbringung

 

Bitte beachten Sie: Aufgrund der aktuellen Lage sind Angebote und Beratungen teilweise nur eingeschränkt oder gar nicht möglich. Bitte informieren Sie sich telefonisch oder per E-Mail beim jeweiligen Träger oder bei der jeweiligen Institution. Aktuelle Informationen zur Situation in Leverkusen gibt es auf www.leverkusen.de

Mit Stand Dezember 2017 leben 4675 Frauen, Männer und Kinder aus mindestens 46 Ländern der Welt als Flüchtlinge in der Stadt. Die Stadt hat, wie alle Kommunen im Land, die Pflicht, die Flüchtlinge unterzubringen, sie mit dem Lebensnotwendigen zu versorgen, sie sozial zu unterstützen und zu beraten. Die Stadt hat den Caritasverband Leverkusen beauftragt, die Menschen zu betreuen.

 


Flüchtling, Asylbewerber, asylberechtigt

Grundsätzlich sind das Menschen, die wegen einer durch sie so wahrgenommenen Notsituation in ihrem Heimatland, dieses verlassen haben, um oft in einem anderen Staat dieser Notsituation zu entkommen. Die Gründe für diese Flucht können vielfältige sein: politische, religiöse, ethnische oder wirtschaftliche. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge prüft diese Fluchtgründe auf der Basis nationaler oder internationaler Gesetze oder Regelungen. 


Dazu zählt unser Grundgesetz Artikel 16a. Es beinhaltet das Recht auf politisches Asyl. Außerdem die Genfer Flüchtlingskonvention sowie Rechtsvorschriften und Erlasse des Bundes oder der Länder. 

Abhängig davon, lassen sich Flüchtlinge von ihrem Status her unterscheiden in:

 

Asylbewerber: Personen, die einen Antrag auf Anerkennung als Asylberechtigte oder auf Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft nach der Genfer Konvention gestellt haben.

 

Asylberechtigte beziehungsweise Personen mit humanitärer Aufenthaltserlaubnis: Personen, die als Flüchtlinge nach Deutschland eingereist sind und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge auch als solche anerkannt worden sind. Außerdem zählen dazu auch Menschen, die aufgrund von Bleiberechtsentscheidungen oder wegen Unmöglichkeit der Abschiebung eine humanitäre Aufenthaltserlaubnis erhalten haben.

 

Ausreisepflichtige mit Rückführungshindernis: Das sind abgelehnte Asylbewerber und Personen, die aus anderen Gründen ausreisepflichtig sind, jedoch aktuell nicht abgeschoben werden können.


 

Auf den Internetseiten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge finden Sie viele weitergehende Informationen.


Arbeitserlaubnis, Leistungen

Arbeit: In den ersten drei Monaten dürfen Flüchtlinge, die noch keine Aufenthaltserlaubnis haben, nicht arbeiten. Danach und mit einer Aufenthaltserlaubnis können sie arbeiten. Allerdings gibt es bevorrechtigte Arbeitnehmer, das sind Deutsche, EU-Bürger und anerkannte Asylbewerber. Nach eineinhalb Jahren Aufenthalt in Deutschland dürfen Asylbewerber und geduldete Flüchtlinge dann ohne diese Einschränkung arbeiten.



 

Leistungen: Flüchtlinge mit Asylantrag oder Duldung erhalten Unterstützung zum Leben in Form von Bargeld und/oder Sachleistungen beziehunsgweise Gutscheine. Das ist von Kommune zu Kommune unterschiedlich. Die Höhe der Leistungen ist im Asylbewerberleistungsgesetz festgeschrieben.
Das Sozialamt übernimmt grundsätzlich die Kosten für medizinische Behandlungen, die teilweise einzeln beantragt werden müssen.


 

Mehr dazu finden Sie z. B. unter diesem Weblink auf der Seite des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge


Flüchtlinge in Leverkusen (PDF Downloads)

Im Sozialausschuss der Stadt Leverkusen wurde bis März 2017 regelmäßig über den aktuellen Sachstand Flüchtlinge/ Integration in Form von Sachstandsberichten informiert.

  

5. Bericht (März 2017) (PDF Download)

4. Bericht (November 2015) (PDF Download)

3. Bericht (Juni 2015) (PDF Download)

2. Bericht (Februar 2015) (PDF Download)

1. Bericht (Dezember 2014) (PDF Download)


 

Aktuelle Asylzahlen des BAMF

Die monatlich aktualisierten Asylzahlen sowie die Asylgeschäftsstatisik für die Bundesrepublik Deutschland stellt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge auf seiner Internetseite zur Verfügung:

 

http://www.bamf.de/DE/Infothek/Statistiken/Asylzahlen/...

 

http://www.bamf.de/DE/Infothek/Statistiken/Asylzahlen/Asylgesch...

 

Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen

 

Die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge erforderte es, menschenwürdigen, teilweise neuen, Wohnraum zu schaffen. Nicht zuletzt auch in Form von Containereinrichtungen. So sind 675 Flüchtlinge in elf kommunalen Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. 343 Geflüchtete leben in derzeit 90 angemieteten Wohnungen (Stand: Oktober 2018).

 

Angesichts des aktuellen Wohnungsmarktes wird es für die Verwaltung jedoch immer schwieriger, die Menschen in Wohnungen unterzubringen.

 

Über das "Leverkusener Modell" werden Wohnungen durch die Flüchtlinge selbst angemietet. Im Jahr 2015 und im Jahr 2016 konnten über diese Anmietungen fast 900 Personen aus einer kommunalen Unterkunft in privaten Wohnraum umziehen. Die Stadt wird dieses Modell beibehalten. Es ist inzwischen Vorbild für andere Kommunen geworden.

 

Aufgrund der hohen Zuweisungen von Flüchtlingen im Jahr 2015 hatte auch die Stadt selbst Wohnraum zur Unterbringung der Menschen angemietet. Die bestehenden Mietverhältnisse werden fortlaufend überprüft. Geprüft wird in Abstimmung mit den Vermietern, ob zum Beispiel Mietverträge auf die jeweiligen Mieter übertragen werden können.

 

Die Wohnraumvermittlung in privaten Wohnraum erfolgt über den Caritasverband Leverkusen e.V. und die Auszugsberatung des Flüchtlingsrates. Sie bieten Hilfe und Unterstützung bei dem Auszug aus einer Gemeinschaftsunterkunft an.

 

Info zu den Standorten

 

Übersicht Zentrale Standorte/Unterkünfte (PDF Download)

Rheindorf: Felderstraße (Juni 2015) (PDF Download)

Steinbüchel: Fester Weg (Mai 2015) (PDF Download)

Schlebusch: Heinrich-Lübke-Straße (November 2015) (PDF Download)

Bürrig: Heinrich-Brüning-Straße (November 2015) (PDF Download)

Küppersteg: Görresstraße (November 2015) (PDF Download)

Lützenkirchen: Dohrgasse/ Lerchengasse (November 2015) (PDF Download)

Schlebusch: Merziger Straße (November 2015) (PDF Download)

Küppersteg: Heinrich-Claes-Straße (November 2015) (PDF Download)

 

Weitere Informationen finden Sie auch im 5. Sachstandsbericht Flüchtlinge in Leverkusen.


 Konzept zur Gewaltprävention und zum Gewaltschutz, insbesondere von besonders vulnerablen Gruppen in Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete in der Stadt Leverkusen

Im September 2018 wurde im Sozialausschuss der Stadt Leverkusen ein Gewaltschutzkonzept für Gemeinschaftsunterkünfte für Geflüchtete beschlossen. Es befasst sich mit Risikofaktoren für Gewalt gegen schutzbedürftige Gruppen, wie Frauen, Kindern und LSBTIQ-Personen in Flüchtlingsunterkünften sowie mit Maßnahmen zur Gewaltprävention.

Das Konzept kann unter folgendem Link abgerufen werden:

 

https://www.leverkusen.de/leben-in-lev/downloads/soziales/Gewaltschutzkonzept_Stadt_Leverkusen.pdf

 

Für Fragen und weitere Informationen:

Stadt Leverkusen

Fachbereich Soziales

David Nelson, Koordination Einrichtungsbetreuerinnen und Einrichtungsbetreuer

Telefon: 0214/406-5071

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Begleitung zu Wohnungsbesichtigungen

Der Flüchtlingsrat Leverkusen bietet Hilfen bei der Begleitung zu einer Wohnungsbesichtigung an. Weitere Informationen entnehmen Sie folgendem Flyer:

 

Flyer Flüchtlingsrat Wohnungsbesichtigung (PDF Download)


Tipps zu Umzug und Wohnen

„Fit für den Umzug“, so heißt die Broschüre, die in mehreren Sprachen hier abrufbar ist. Sie informiert über Regeln, die nach dem Einzug in eine Wohnung zu beachten sind. Es geht um Hausordnung und Nachbarschaft, um Spielzeiten für Kinder oder wie der Müll entsorgt wird. Tipps zum Heizen und zum Wasserverbrauch gehören ebenfalls dazu.

 

  „Fit für den Umzug“ auf Deutsch (PDF-Download)

  „Fit für den Umzug“ auf Englisch (PDF-Download)

  „Fit für den Umzug“ auf Französisch (PDF-Download)

  „Fit für den Umzug“ auf Arabisch (PDF-Download)

  „Fit für den Umzug“ auf Farsi (PDF-Download)

  „Fit für den Umzug“ auf Tingrinya (PDF-Download)


Weitere Links und Downloads

 

Jährlicher Politikbericht und Bericht des EMN zu Migration und Asyl 2018
Studie: Bessere Integration von Geflüchteten durch Einbindung in ethnische Netzwerke (abrufbar in Englisch)
Kinder und Jugendliche nach der Flucht - BAMF-Kurzanalyse zu Teilhabe und Lebensumständen geflüchteter Kinder in Deutschland
 "Wer kommt, wer geht?" - Statistische Zahlen zur Zu- und Abwanderung von und nach Deutschland
SVR-Jahresgutachten 2019: Rückblick auf die Integrations- und Migrationspolitik
 Mehrsprachiger Erklärfilm: "Meine erste Wohnung in Deutschland"
Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge - EMN-Studie der deutschen nationalen Kontaktstelle für das Europäische Migrationsnetzwerk (EMN)